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Konsumrausch: Die ungesunde Gier nach allem – Essen, Kleidung, zocken, social Media.



Geschenke, die von einem Magneten angezogen werden
Überfluss und Verschwendung: Wann ist genug genug?

Raga – Aus dem Sanskrit wird dieses im Yoga wichtige Prinzip mit Habenwollen, Hunger, Anziehung; Gier; Anhaftung; Wunsch; Anhänglichkeit; blinde Zuneigung übersetzt.

Von Konsumgesellschaften und anderen Hürden. Die Kleshas sind diese Hürden, die nach dem Yoga Leid verursachen und die es zu überwinden gilt.

In einer Welt, die von ständigem Wandel und einem Überfluss an Konsumgütern geprägt ist, scheint die Gier nach Mehr allgegenwärtig zu sein. Die Konsumgesellschaft, in der wir leben, ermutigt uns, unsere Zufriedenheit vom Kauf von materiellen Dingen abhängig zu machen. Was treibt diese unersättliche Gier an und welche Auswirkungen hat sie auf uns als Individuen und auf die Gesellschaft als Ganzes?


Die ständige Präsenz von Werbung kreiert Bedürfnisse, die wir vorher nicht hatten! Sie suggeriert uns ein bestimmtes Lebensgefühl oder einen bestimmten sozialen Status nur erreichen zu können, wenn wir dies oder jenes besitzen. Unsere Identität und unser Glück sollen daran gemessen werden, was wir haben. Dabei ist das, was uns wirkliches Glück schenkt, etwas, dass aus uns heraus kommt und entsteht daraus, wie wir uns draußen in der Welt verhalten. Wie wir Dinge tun, uns anderen gegenüber verhalten, wie wir mit unserer Umwelt umgehen! Der Yoga schlägt hier Mitgefühl, Liebe, Mitfreude, Gelassenheit, Wohlwollen vor als ein Mittel zu einem friedlichen menschlichen Miteinander vor.


Diese ständige Jagd nach dem nächsten Kauf kann jedoch zu einer Vielzahl von negativen Auswirkungen führen. Zum einen führt sie oft zu finanziellen Belastungen, da viele Menschen über ihre Verhältnisse leben, um mit dem Konsumwahn Schritt zu halten. Dies kann zu Schulden, Stress und einem ständigen Gefühl der Unzufriedenheit führen, da materielle Güter selten langfristige Erfüllung bieten.

Darüber hinaus hat die Gier nach Mehr auch ökologische Konsequenzen wie erhöhten Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung. Unsere Wegwerfkultur, in der Produkte oft nach nur kurzer Nutzungsdauer entsorgt werden, belastet die Umwelt zusätzlich und trägt zur Verschärfung globaler Probleme bei.

Wie können wir dieser Spirale aus Konsum und Gier entkommen? Zum Beispiel über ein bewussteres Konsumverhalten. Indem wir uns bewusst machen, warum wir kaufen und was wir kaufen, und welche Auswirkungen unser Konsumverhalten hat!Bewusster zu wählen, welche Produkte wir kaufen, und Prioritäten zu setzen, die über den bloßen Besitz von Dingen hinausgehen.


Erkunden wir Alternativen zum materiellen Konsum. Erfahrungen, zwischenmenschliche Beziehungen und persönliche Entwicklung sind oft nachhaltigere Quellen von Glück und Erfüllung als der Erwerb von Besitz. Indem wir unsere Werte neu ausrichten und uns auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist, können wir die Gier nach Mehr überwinden und ein erfüllteres Leben führen.


Fest steht: Ein Mensch, der zufrieden durch die Natur oder Stadt schlendert und gar nichts will – keinen überteuerten Hipster-Proteinshake oder to-go-Kaffee, keinen Schokoriegel oder Chips, kein neues Mode-Outfit und auch nicht die Markenjacke/-Tasche/-Schuhe, "die gerade alle tragen"; keine Fitness-App oder Fitness Pille für 6 kg weniger – so ein Mensch wäre wirtschaftlich ein Problem. Und er wäre glücklich.



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